Rache und Eifersucht – das sind die treibenden Kräfte in dieser schaurig-schönen Oper von Giuseppe.
Schon in der Vorgeschichte von »Il trovatore« nimmt das Unheil seinen Lauf: Aus Rache für ihre als Hexe
verbrannte Mutter soll die Zigeunerin Azucena einen Sohn des alten Grafen von Aragón getötet haben. In
Wahrheit war es aber ihr eigener Sohn, den sie im Wahn ermordete. Manrico, der Bruder des jungen
Grafen, überlebt und wird von Azucena im Glauben erzogen, er sei ihr leibliches Kind. Nun stehen sich
die Brüder als Rivalen gegenüber und werben um dieselbe Frau. Als sich die Situation zuspitzt, kommt es
zum grausamen Showdown. Giuseppe Verdi komponierte eine ebenso düstere wie mitreißende Musik
für »Il trovatore«. Mit vokalen Glanzpunkten schuf er reizvolle Kontraste in der Finsternis. »Wenn du
nach Indien fährst oder nach Zentralafrika, wirst du den ›Trovatore‹ hören!«, so siegessicher sprach der
Komponist über sein Werk und sollte Recht behalten. Neben »Rigoletto« und »La traviata« wurde »Il
trovatore« Teil von Verdis berühmter sogenannter »trilogia popolare«.
Inszeniert wird die gekürzte Fassung ohne Pause von Jakob Peters-Messer, der an der Oper Leipzig bereits
2017 mit seinem kafkaesk-düsteren »Don Carlo« begeisterte. Jetzt hatseine eindrucksvolle Version von
»Il trovatore« mit einem Bühnenbild von Markus Meyer und Kostümen von Sven Bindseil Premiere.
Marina Prudenskaya feiert außerdem als Azucena ihr Hausdebüt an der Oper Leipzig.

